Ortsbegehung in der Mittelbruchzeile zur anhaltenden Raserei in der Spielstraße

By | 7. Juni 2018

Aufgrund diverser Anwohnerbeschwerden hat sich die Reinickendorfer Abgeordnete Bettina König (SPD) gemeinsam mit der Polizei und Anwohnern sowie Marco Käber, Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Reinickendorfer Bezirksverordnetenversammlung, am Montag in der Mittelbruchzeile getroffen, um erneut über die Falschparker und Raser dort zu sprechen. Obwohl die Straße ein verkehrsberuhigter Bereich ist, in dem nur Schrittgeschwindigkeit erlaubt ist, wird diese Straße von den meisten Autofahrern mit mindestens 30km/h befahren und außerhalb der gekennzeichneten Flächen vollgeparkt – das bestätigte sich beim Ortstermin wieder: Live konnte die Gruppe aus ca. 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmern am späten Nachmittag zahlreiche Autofahrer beobachten, die sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung hielten oder außerhalb der gekennzeichneten Parkplätzen ihr Auto abstellten.

„Das ist echt unmöglich, meine kleinen Kinder spielen hier und sind wegen zu schnell fahrender Autos und die eingeschränkte Sicht durch Falschparker ständig in Gefahr. Und das in einer Spielstraße!“, beschwerte sich eine Anwohnerin. Einige älteren Nachbarn, die nicht mehr gut zu Fuß sind, stimmten ihr zu und betonten, dass es auch für Seniorinnen und Senioren nicht einfach sei, sich auf ihren täglichen Wegen durch die Mittelbruchzeile sicher zu fühlen.

„So kann die Situation nicht bleiben!“, sagt Bettina König (SPD), „Wir müssen dafür sorgen, dass in der Spielstraße der Verkehr endlich wirklich ruhiger wird, damit alle Passanten sie gleichermaßen sicher durchqueren können – besonders diejenigen, die auf einen umsichtigen Autoverkehr angewiesen sind, nämlich spielende Kinder und ältere Menschen. Ich habe mich diesbezüglich mit verschiedenen Vorschlägen zur Situationsverbesserung, wie Verlegen von Bremsschwellen und stärkeren Kontrollen der parkenden Autos durch das Ordnungsamt bereits vor einigen Wochen ans Bezirksamt, sowohl an die Baustadträtin als auch den Stadtrat mit Zuständigkeit für das Ordnungsamt gewendet – bisher leider erfolgslos, das Bezirksamt erkennt hier keinen Handlungsbedarf. Ich werde aber weiter am Thema dranbleiben!“

Im Gespräch mit dem Vertreter der Polizei entwickelten Bettina König, Marco Käber und die Anwohner zudem weitere Ideen für eine Verbesserung der Situation: die Polizei strebt eine längerfristigere Geschwindigkeitsüberwachung an, um aussagekräftige Daten zu Geschwindigkeitsübertretungen zu sammeln. Für eine deutlichere Kennzeichnung des verkehrsberuhigten Bereichs könnte zum Beispiel der Straßenbelag beschriftet oder bunt bemalt werden, größere und besser sichtbare Verkehrsschilder oder Hinweisschilder mit Kinderzeichnungen würden auch ein Stück weit helfen. Die bevorzugte Lösung aller Beteiligter sind allerdings weiterhin Bremsschwellen, um den Verkehr effektiv zu verlangsamen.

Damit klar wird, dass eine Großzahl der betroffenen Anwohner sich ebenfalls für eine Veränderung der Situation aussprechen, hat Bettina König zudem eine Unterschriftenaktion gestartet: In ihrem Bürgerbüro in der Amendestraße 104, bei ihren Infoständen und in Nachbarschaftsgesprächen vor Ort können Bürgerinnen und Bürger sich in diese Listen eintragen, um den zuständigen Stellen das Ausmaß des Problems zu verdeutlichen.

Die nächsten Bürgersprechstunden und Infostände von Bettina König finden statt am:

Montag, 18. Juni 2018

  • Infostand
    00 bis 15.00 Uhr, Residenzstraße, Ecke Amendestraße
  • Bürgersprechstunde
    00 bis 16.00 Uhr, Bürgerbüro

Donnerstag, 21. Juni 2018

  • Tag der offenen Tür zur Fête de la musique
    Bürgersprechstunde, Live-Musik, Get-Together
    16.00 Uhr bis 20.00 Uhr, Bürgerbüro.

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