Infos zum GU Hotel Alt-Reinickendorf (ehemals Ibis-Hotel) am Kolpingplatz

By | 8. Januar 2026

Derzeit kommen wieder vermehrt stark schutzbedürftige Menschen nach Deutschland. Sie fliehen, weil ihr Leben in der Heimat akut bedroht ist und brauchen ein Dach über dem Kopf.

Seit dem 18. Dezember werden schutzbedürftige Menschen auch im ehemaligen Ibis-Hotel (jetzt GU Hotel Alt-Reinickendorf) am Kolpingplatz untergebracht. Leider gab es dazu zunächst wenige Informationen von der zuständigen Behörde. Hier möchte ich Sie gerne über den aktuellen Stand informieren:

Warum werden schutzbedürftige Menschen überhaupt in Hotels untergebracht?
Schutzbedürftige Menschen haben in Deutschland ein Recht auf eine angemessene Unterbringung und die Länder und Städte die Verpflichtung, für diese zu sorgen. Während wir als SPD gerne modulare Unterkünfte nutzen würden, die später auch z.B. als Auszubildenden- oder Studierendenwohnheime genutzt werden können, besteht die Berliner CDU auf die Unterbringung in Massenunterkünften, in welchen es aufgrund der schlechten Umstände – wie zu viele Menschen in einem Zimmer, keine eignen Rückzugsräume – eher zu Eskalationen und Problemen kommt. Die dadurch nötige temporäre Nutzung von Hotels ist also eine Folge der Blockade-Haltung der CDU hinsichtlich der vormals geplanten Modularbauten.

Wie viele schutzbedürftige Menschen werden im GU Hotel Alt-Reinickendorf untergebracht?
Derzeit befinden sich 54 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine im GU Hotel Alt-Reinickendorf. Insgesamt können bis zu 232 Menschen dort untergebracht werden. Ob die Kapazitäten ausgeschöpft werden müssen, ist von den Flüchtlingsbewegungen abhängig. Nach aktuellem Stand, wird das Kontingent künftig nicht voll ausgeschöpft.

Bis wann werden schutzbedürftige Menschen im Ibis-Hotel untergebracht?
Der Vertrag ist bis zum 30. November 2026 befristet. In dieser Zeit werden die untergebrachten Personen auch von Sozialarbeitenden betreut.

An wen kann ich mich bei Fragen und Problemen wenden?
Gerne können Sie ihre Anregungen und Fragen unter info@bettina-koenig.de oder 030 / 40 72 43 36 direkt an mich stellen, oder kommen Sie in meinem Büro in der Amendestraße 104 vorbei. Wir stellen gerne den Kontakt zu den zuständigen Stellen her!

One thought on “Infos zum GU Hotel Alt-Reinickendorf (ehemals Ibis-Hotel) am Kolpingplatz

  1. Birol Temizdemir

    Als linkswählende Person habe ich genug von diesem verlogenen Hickhack zwischen SPD und CDU, während Schutzsuchende wie Menschen zweiter Klasse zwischen den Fronten herumgeschoben werden. Während in dieser Stadt Menschen in maroden Sammelunterkünften oder befristeten Hotelzimmern geparkt werden, tun beide Parteien so, als ginge es ums Prinzip – dabei geht es nur um Macht und Profilierung.

    Die Realität sieht so aus: Da sitzen Menschen, die vor Bomben geflohen sind, in einem Ibis-Hotel – nicht als Gäste, sondern als vorläufig Geduldete. Und während sie in Ungewissheit leben, streitet das Berliner Establishment, ob nun Modulbauten oder Containerlager die „richtige“ Lösung sind. Eine Lösung, die die Menschenwürde ins Zentrum stellt? Fehlanzeige.

    Ich sage: Wer wirklich helfen will, sollte dort helfen, wo die Not entsteht – und nicht hier Symbolpolitik auf dem Rücken der Geflüchteten betreiben. Statt Geld in teure Zwischenlösungen zu stecken, die niemandem nachhaltig nutzen, sollte Deutschland endlich vor Ort unterstützen: mit modularer Bauweise in der Ukraine, mit sicheren Zonen, damit die Menschen erst gar nicht eine Odyssee auf sich nehmen müssen, nur um dann in Berlin zwischen SPD und CDU zerrieben zu werden.

    Diese Stadt braucht keine Parteien, die sich gegenseitig blockieren, während Menschen in Hotelketten festsitzen. Sie braucht eine Politik, die die Menschen im Blick hat – nicht nur verwaltet und vertröstet. Weder SPD noch CDU haben in den letzten Jahren bewiesen, dass sie das können oder wollen.

    Die Zukunft Berlins liegt nicht in den Händen derer, die Humanität als Wahlkampfthema missbrauchen. Sie liegt in einer solidarischen, vorausschauenden Politik – und die sucht man bei diesen beiden verantwortungslosen Parteien vergebens.

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